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Ein Abschied und ein Aufbruch
Das Aposteljugendhaus startet in eine neue Zukunft

Für die Kinder und Jugendlichen in Frohnhausen beginnt im Jahr 2026 eine Zeit der Veränderung. Das Gebäude des Aposteljugendhauses wird zum Ende des Jahres aufgegeben. Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit sollen weiterhin im Stadtteil bestehen bleiben und auch künftig ein verlässlich für junge Menschen da sein.
Seit mehr als 60 Jahren leistet die Kirche mit dem Aposteljugendhaus einen wichtigen Beitrag zur offenen Kinder- und Jugendarbeit in Frohnhausen. Generationen von Kindern und Jugendlichen haben hier Gemeinschaft erlebt, Unterstützung gefunden, Musik gemacht, Freundschaften geschlossen und eigene Ideen umgesetzt.
Dieses Engagement bleibt bestehen, auch wenn sich die räumlichen Bedingungen verändern. Hintergrund der Entscheidung ist, dass das Gebäude aus wirtschaftlichen Gründen nicht erhalten werden kann. Neben den sinkenden Kirchenmitgliedschaftszahlen und den damit verbundenen finanziellen Herausforderungen besteht am Gebäude zudem ein hoher Sanierungsstau, der dauerhaft nicht mehr tragbar ist.
Gleichzeitig ist für alle Beteiligten klar, dass die offene Kinder- und Jugendarbeit auch künftig ein fester Bestandteil des kirchlichen Engagements für junge Menschen im Stadtteil bleiben soll. Die Arbeit wird deshalb nicht eingestellt, sondern bewusst weiterentwickelt. Kinder und Jugendliche sollen weiterhin verlässliche Angebote, Begleitung und Räume für Begegnung erhalten. Auch Aktionen und Projekte für die Som-merferien sind in Planung.
Deshalb befinden sich die Evangelische Kirchengemeinde Frohnhausen und die Evangelische Erlöserkirchengemeinde Holsterhausen derzeit in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess. Zusammen mit dem Ev. Jugendhaus Wichernhaus in Holsterhausen wird beraten, wie eine tragfähige Perspektive für die offene Kinder- und Jugendarbeit in beiden Stadtteilen aussehen kann. Dieser Prozess geschieht in enger Abstimmung mit der Evangelischen Jugend Essen sowie mit der Jugend-hilfeplanung des Jugendamtes der Stadt Essen. Ziel ist es, ein gemeinsames Konzept zu entwickeln, das langfristig trägt und jungen Menschen weiterhin Räume für Begegnung, Gemein-schaft und Beteiligung eröffnet.
Auch wenn diese Veränderungen zunächst als Krise wahrgenommen werden können, steckt in ihnen zugleich die Chance auf einen neuen Aufbruch. Die aktuelle Situation fordert dazu heraus, neue Wege zu denken, mutig zu handeln und innovati-ve Ideen zu entwickeln. Gerade daraus kann neue Kraft entstehen, um die offene Kinder- und Jugendarbeit zukunftsfähig zu machen. Die Arbeit darf und wird sich verändern mit dem Ziel, auch kommenden Generationen von Kindern und Jugendlichen ein verlässlicher und lebendiger Ort zu bleiben.
Weitere Informationen gibt es unter » www.apo-haus.de
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